Das eine geht, das andere kommt

Die Praxis für Ernährungstherapie mobil in Braunschweig ist Geschichte. Eigentlich hatte ich immer gedacht, dass man mich dort einmal mit den Füßen zuerst hinaustragen muss. Es war ein langer Abschied, aber nun ist es entschieden. Ich habe meine Website a.D. geschickt, das Beratungsangebot gelöscht und lasse sie als Blog zu den Dogmen einer gesunden Ernährung weiter laufen. Neue Visitenkarten, neues Briefpapier…allem Anfang wohnt ein besonderer Zauber inne. Ich freue mich auf mein neues Leben nach der Ernährungsberatung. Darauf, mich verstärkt den Radiosendungen bei der Braunschweiger Okerwelle zu widmen und endlich das neue Buch über die Erfahrungen aus fast 40jähriger Beratungstätigkeit zu schreiben. Der Titel steht schon fest, wird aber hier noch nicht verraten.

Ein herzlicher Dank an die vielen Patienten, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben, und an alle Kolleginnen und Kollegen für die jahrelange gute Zusammenarbeit.

Herzliche Grüße in die Runde, Marianne Reiß

Die Reste vom Feste

Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen“, so spricht der Volksmund und läutet damit spätestens am 2. Weihnachtsfeiertag den großen Katzenjammer ein. Von allem zu viel gegessen, zu viel getrunken, zu viel…Oh weh! Der Magen drückt, der Hosenbund kneift und die beiden nächsten Festtage an Sylvester ante portas. Aber Hand aufs Herz, war doch auch schön. Oder? Es ist nun einmal so, das für die meisten von uns die Feiertage der dunklen Jahreszeit mit opulentem Essen verbunden sind. Deshalb: Schluss mit dem Katzengejammer. Sorgen wir uns nicht um die Figur, das lässt sich in den nächsten Wochen ohnehin durch adäquateres Essen regeln. Sorgen wir uns lieber darum, was in unseren Kühlschränken noch so an Resten übriggeblieben ist. Das alles – wie leider in vielen Haushalten üblich – in der Biotonne zu entsorgen, ist für einen mündigen Bürger keine Option und vor allem ist es ethisch nicht in Ordnung. Die einfachste Möglichkeit wäre eine „Einkaufsdiät“ in den Tagen nach den Festen und – bevor man wieder auf „Beutezug“ geht – alles konsequent aufzubrauchen, was noch da ist. Die Reste vom Feste weiterlesen

Papakekse

Mein Mann liebte es, wenn an den Wochenenden – und manchmal auch unter der Woche – der Duft von frisch gebackenem Kuchen durch das Pfarrhaus zog. Besonders, wenn er an seiner Predigt arbeitete, waren

Zucker-, Butter- oder Zwetschgenkuchen nebst einem Gläschen Cognac für ihn notwendige Beigaben. Musste er besonders intensiv über einem Predigttext grübeln, kam es schon einmal vor, dass für den sonntäglichen Kaffeetisch nichts mehr übrig und eine erneute Backrunde erforderlich war. Papakekse weiterlesen

Dickes Wasser

Xitomatl, Nabel des dicken Wassers, oder kurz Tomatl, dickes Wasser, nannten die Azteken die leuchtend roten Beeren der krautigen Pflanze aus der Gattung der Nachtschattengewächse. Und damit haben sie sich auf breiter Ebene sprachlich durchgesetzt. Wir nennen sie Tomaten, die Engländer sagen tomatoes, die Franzosen tomates, die Albanier domate, die Türken domates, Dänen, Schweden und Norweger sagen tomater. Protugiesen und Spanier nennen sie tomates. Die Österreicher bevorzugen einen poetischer klingenden Namen: Paradeiser. Ebenso die Italiener, deren pomodoro übersetzt Liebes- oder Goldapfel bedeutet. Dickes Wasser weiterlesen

Reste-Essen reloaded

Rese-Essen reloaded

Die Tipps und Tricks der Nachkriegsküche

Taschenbuch: 152 Seiten
Verlag:
Books on Demand, Mai 2017
Sprache:
Deutsch
Preis:
9,90 €

Das Brot ist schon wieder trocken, die Banane hat matschige Stellen und vom gestrigen Mittagessen sind noch Nudeln übrig? Ein Fall für die Biotonne? In vielen Haushalten ist dies leider Alltag. Dabei können aus nicht mehr ganz frischen Lebensmitteln viele leckere Gerichte gezaubert werden. Reste-Essen reloaded weiterlesen

Hochprozentige Früchtchen

Mit der Erdbeerzeit fängt allmählich der Sommer an. Wer will da schon an das nächste Weihnachten denken? Doch gemach, gemach. Niemand verlangt, dass Sie schon jetzt ihre Geschenkeliste für das Fest der Liebe abarbeiten. Doch wenn Sie sich die kalten Monate vom nächsten Dezember bis Anfang März mit einer besonderen Köstlichkeit versüßen möchten, dann wird es jetzt höchste Zeit. Die Erdbeeren sind reif. Das ist das alljährliche Startsignal für den Rumtopf. Hochprozentige Früchtchen weiterlesen

Muss man unbedingt frühstücken?

Das Frühstück wurde in Fachkreisen gern als wichtigste Tagesmahlzeit ausgelobt. Im wirklichen Leben sind die Meinungen über ein ordentliches Frühstück geteilt. Da gibt es die begeisterten Frühstücker, die morgens auf nichts Kulinarisches verzichten möchten und ohne Frühstück nicht in den Tag starten können. Und da gibt es die anderen, die Morgenmuffel, die morgens keinen Bissen herunter kriegen. Sollen die ernsthaft auch ordentlich frühstücken? Es verbietet sich eigentlich von selbst, Menschen zum Essen zu raten, wenn sie keinen Hunger haben, egal um welche Tageszeit es sich handelt. Muss man unbedingt frühstücken? weiterlesen

Ostereier – mit oder ohne Dusche?

Nach Aussage der Verbraucherzentrale Hamburg können ungekochte Eier noch bis zu zwei Wochen nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums zum Kochen, Backen und Braten verwendet werden. Roh sollten sie dann besser nicht mehr verarbeitet werden. Für Nachspeisen wie Tiramisu müssen die Eier möglichst frisch sein. Gekochte Eier halten sich länger als vier Wochen, vorausgesetzt, sie sind nicht abgeschreckt. Durch das Abschrecken nach dem Kochen bildet sich eine Luftschicht zwischen Ei und Schale. Das Ei lässt sich dann zwar leichter pellen, allerdings können auch Mikroorganismen durch die Schale eindringen. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt, abgeschreckte Eier nicht länger als zwei Wochen zu lagern. Die Liste der Verbraucherzentrale zur Mindesthaltbarkeit von Lebensmitteln ist als PDF im Internet herunterzuladen.