Papakekse

Mein Mann liebte es, wenn an den Wochenenden – und manchmal auch unter der Woche – der Duft von frisch gebackenem Kuchen durch das Pfarrhaus zog. Besonders, wenn er an seiner Predigt arbeitete, waren

Zucker-, Butter- oder Zwetschgenkuchen nebst einem Gläschen Cognac für ihn notwendige Beigaben. Musste er besonders intensiv über einem Predigttext grübeln, kam es schon einmal vor, dass für den sonntäglichen Kaffeetisch nichts mehr übrig und eine erneute Backrunde erforderlich war. Papakekse weiterlesen

Dickes Wasser

Xitomatl, Nabel des dicken Wassers, oder kurz Tomatl, dickes Wasser, nannten die Azteken die leuchtend roten Beeren der krautigen Pflanze aus der Gattung der Nachtschattengewächse. Und damit haben sie sich auf breiter Ebene sprachlich durchgesetzt. Wir nennen sie Tomaten, die Engländer sagen tomatoes, die Franzosen tomates, die Albanier domate, die Türken domates, Dänen, Schweden und Norweger sagen tomater. Protugiesen und Spanier nennen sie tomates. Die Österreicher bevorzugen einen poetischer klingenden Namen: Paradeiser. Ebenso die Italiener, deren pomodoro übersetzt Liebes- oder Goldapfel bedeutet. Dickes Wasser weiterlesen

Reste-Essen reloaded

Rese-Essen reloaded

Die Tipps und Tricks der Nachkriegsküche

Taschenbuch: 152 Seiten
Verlag:
Books on Demand, Mai 2017
Sprache:
Deutsch
Preis:
9,90 €

Das Brot ist schon wieder trocken, die Banane hat matschige Stellen und vom gestrigen Mittagessen sind noch Nudeln übrig? Ein Fall für die Biotonne? In vielen Haushalten ist dies leider Alltag. Dabei können aus nicht mehr ganz frischen Lebensmitteln viele leckere Gerichte gezaubert werden. Reste-Essen reloaded weiterlesen

Hochprozentige Früchtchen

Mit der Erdbeerzeit fängt allmählich der Sommer an. Wer will da schon an das nächste Weihnachten denken? Doch gemach, gemach. Niemand verlangt, dass Sie schon jetzt ihre Geschenkeliste für das Fest der Liebe abarbeiten. Doch wenn Sie sich die kalten Monate vom nächsten Dezember bis Anfang März mit einer besonderen Köstlichkeit versüßen möchten, dann wird es jetzt höchste Zeit. Die Erdbeeren sind reif. Das ist das alljährliche Startsignal für den Rumtopf. Hochprozentige Früchtchen weiterlesen

Muss man unbedingt frühstücken?

Das Frühstück wurde in Fachkreisen gern als wichtigste Tagesmahlzeit ausgelobt. Im wirklichen Leben sind die Meinungen über ein ordentliches Frühstück geteilt. Da gibt es die begeisterten Frühstücker, die morgens auf nichts Kulinarisches verzichten möchten und ohne Frühstück nicht in den Tag starten können. Und da gibt es die anderen, die Morgenmuffel, die morgens keinen Bissen herunter kriegen. Sollen die ernsthaft auch ordentlich frühstücken? Es verbietet sich eigentlich von selbst, Menschen zum Essen zu raten, wenn sie keinen Hunger haben, egal um welche Tageszeit es sich handelt. Muss man unbedingt frühstücken? weiterlesen

Ostereier – mit oder ohne Dusche?

Nach Aussage der Verbraucherzentrale Hamburg können ungekochte Eier noch bis zu zwei Wochen nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums zum Kochen, Backen und Braten verwendet werden. Roh sollten sie dann besser nicht mehr verarbeitet werden. Für Nachspeisen wie Tiramisu müssen die Eier möglichst frisch sein. Gekochte Eier halten sich länger als vier Wochen, vorausgesetzt, sie sind nicht abgeschreckt. Durch das Abschrecken nach dem Kochen bildet sich eine Luftschicht zwischen Ei und Schale. Das Ei lässt sich dann zwar leichter pellen, allerdings können auch Mikroorganismen durch die Schale eindringen. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt, abgeschreckte Eier nicht länger als zwei Wochen zu lagern. Die Liste der Verbraucherzentrale zur Mindesthaltbarkeit von Lebensmitteln ist als PDF im Internet herunterzuladen.

Aber sonst gesund?

Auf Radio Okerwelle (104,6) läuft am Dienstag nach Ostern, dem 18.04.2017, kurz nach den 15 Uhr-Nachrichten meine Sendung  über Ernährungsmythen und darüber, was wir so alles tun, um gesund zu bleiben oder lassen, um nicht krank zu werden. Was ist dran an  Detox-Kuren und Superfood? Sind Hanf- und Kokosöl wirklich so gesund, wie uns die Werbung glauben machen will? Und müssen wir unbedingt frühstücken, sogar dann, wenn wir gar keinen Hunger darauf haben? Fragen über Fragen, die in der Sendung einige überraschende Antworten finden.

Bunte Ostereier

Bunt gefärbte Eier haben eine lange Tradition. Bei Ausgrabungen in Südafrika wurden 60.000 Jahre alte dekorierte Straußeneier gefunden. Sumerer und Ägypter verwendeten verzierte Straußeneier als Grabbeigabe. Bereits in vorchristlicher Zeit wurden rot gefärbte Eier der Frühjahrsgöttin Ostara als Fruchtbarkeitssymbole geopfert. Etwa ab dem 13. Jahrhundert fanden sie in Deutschland als christliches Symbol der Auferstehung Eingang in kirchliche Rituale. Spätestens seit dem 16.Jahrhundert wurden sie für die Ostereiersuche in Gras und Gebüschen versteckt. Die Frage, wer sie dort versteckt, wurde je nach Region unterschiedlich beantwortet. In der Schweiz war es der Kuckuck, im Westfälischen der Osterfuchs, in Thüringen der Storch und in Böhmen der Hahn. Letztlich hat sich der Osterhase gegen diese geballte Konkurrenz durchsetzen können.1682 enttarnte der Mediziner Georg Franck von Franckenau die Frage nach der Herkunft als eine Fabel, „die man Simpeln und Kindern“ zur Freude und Belustigung der Erwachsenen aufbinde. Den Osterhasen und seine Anhänger hat es nicht gestört. In jungen Familien ist das Färben und anschließende Suchen der bunten Eier noch immer untrennbar mit dem Osterfest verbunden. Bunte Ostereier weiterlesen